Infanterie-Regiment Alt-Württemberg
(3. Württembergisches) Nr. 121
 
   
Regimentsfahne (Vorderblatt)
Garnison: Ludwigsburg
Stiftungstag: 18. März 1716
(Wieder-Indienststellung im Offizier-Verein: )
Unterstellungen:
XIII. (Königlich Württembergisches) Armeekorps,
26. Division (2. Württ.), 52. Infanterie-Brigade (2. Württ.)
 
Zusammensetzung:
Stab, I., II., III. un IV. (Halb-)Bataillon
Regimentsfahne (Hinterblatt)
 
Leutnant im Dienstanzug
 
General der Infanterie und Flügel- adjutant S.M. des Königs à la Suite des IR No. 121 Freiherr von Bilfinger
 
Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg benannte am 18. März 1716 die Offiziere für ein neu aufzustellendes Regiment, welches im Subsidienverhältnis auf 5 Jahre zum Kaiserlichen Dienst geworben wurde. Das Infanterie-Regiment wurde in Göppingen aufgestellt und daselbst vom Herzog am 15. Mai 1716 gemustert. Hintergrund waren die ständigen Einfälle französischer Heere in Süddeutschland zum Ende des 17. Jahrhunderts und auch die Türken waren seinerzeit noch eine Bedrohung für das Reich. Am 17. Mai wurde das Regiment auf den Kaiser vereidigt und anschließend in Marsch nach Ulm gesetzt, um von dort aus mit Schiffen die Donau hinunter nach Ungarn verbracht zu werden.
Unter dem Kommando des Prinz Eugen von Savoyen kämpfte das Regiment im Verband der Kaiserlichen Truppen in Ungarn gegen eingefallene Türken. Die Feuertaufe des Regiments war in der Schlacht bei Peterwardein. Ab 1820 wurde es als „Leib-Infanterie-Regiment“ geführt. 1744 wurde das Regiment erstmals umgegliedert und in Folge geteilt.

Im Siebenjährigen Krieg war das Regiment von 1757 bis 1760 an verschiedenen Schlachten und Belagerungen beteiligt. Bereits 1756 diente Johann Caspar Schiller, der Vater von Friedrich Schiller, im Regiment. Ab 1883 wurde es in „Garde-Legion-Infanterie“ umbenannt.

1799 und 1800 kämpfte das Regiment wieder mal gegen die Franzosen. Ab 1805 kämpfte das Regiment unter Herzog Friedrich II von Württemberg, dem späteren König, in erzwungener Waffenbrüderschaft an der Seite Napoleons. ab 1807 führt das Regiment den Namen „Herzog Wilhelm“. 1812 nahm das Regiment an Bonapartes Russlandfeldzug  teil, lediglich acht Regimentsangehörige überlebten diesen Waffengang. Aus der Schlacht von Dennewitz am 31. Oktober 1813 kehrten nur ein Offizier und 70 Mann des neuaufgestellte Regiments lebend zurück. Nach der Völkerschlacht kämpften nun die Württemberger gegen die französischen Besatzer.

Mit dem neuen Militäretat vom Mai 1817 erfolgte die Umbenennung in Königlich Württembergisches 3. Infanterie-Regiment.

1866 kämpfte das Regiment im Deutschen Krieg bei Tauberbischofsheim gegen die Preußen, 1870 mit den Preußen wieder gegen die Franzosen, unter anderem war das Regiment an der Belagerung von Paris beteiligt.

Am 18. Dezember 1871 erhielt das Regiment noch die „Reichsnummer“ 121 und bekam am 18. März 1891 den Beinamen „Alt-Württemberg“, seit her lautet die vollständige Bezeichnung:

Infanterie-Regiment „Alt-Württemberg“ (3. Württembergisches) Nr. 121.

Generalmajor i.TR Mayer
General à la Suite des IR No. 121
 
 
 
 
 
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© Christian Gollmar
2009