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  Eisenbahn-Regiment Nr. 1  
   
Regimentsfahne / I. Bataillon
Garnison: Berlin
Stiftungstag: 30. Dezember 1875
(Wieder-Indienststellung im Offizier-Verein: 18. Oktober 2008)
Unterstellungen:
Gardekorps,
1. Eisenbahn-Brigade
 
Zusammensetzung:
Stab, I. u. II. Bataillon
Regimentsfahne / II. Bataillon
 
Leutnant im Eisenbahn-Regiment
 
Übung auf dem Tempelhofer Feld
 
Feldbahnlok beim Übersetzen
 
 
 
 
 
 
Der Eisenbahnbegeisterung der Gründerzeit konnte sich auch das Militär nicht entziehen und besonders vom preussischen Generalstabschef v. Moltke wurde ein Einsatz der Eisenbahn beim Militär gefordert. Waren Teile der militärischen Führung anfangs noch skeptisch, setzte sich die neue Idee spätestens nach dem erfolgreichen Einsatz der Eisenbahn im amerikanischen Bürgerkrieg und dann auch in den Konflikten der Jahre 1864 und 1866 durch. die Bestimmungen über Maßnahmen zur Wiederherstellung von Eisenbahnen im Kriege wurden jedoch schon 1859 erlassen.

Anfangs zeigte sich der Nutzen der Eisenbahn nur in der Schnelligkeit der Truppenverlegung, welche im Krieg gegen Österreich 1866 maßgeblich zum Sieg beigetragen hatte. Dennoch wurde schon vor 1866 darüber nachgedacht militärische Eisenbahnformationen aufzustellen. Die Truppe sollte direkten Zugriff auf die Nutzung der Eisenbahn haben und es sollte die Fähigkeit geschaffen werden die Zerstörung und Wiederherstellung der Eisenbahn im Kriegsgebiet in eine militärische Forma- tion einzubetten. Am 11. Mai 1866 erging der Befehl zur Aufstellung von Feldeisenbahnabteilungen mit zivilen Arbeitern in Zusammenarbeit mit Pionieren.

Mit dem Kriegsbeginn 1866 konnten erstmals Feldeisenbahnabteilungen eingesetzt werden, jedoch durch den raschen Kriegsausbruch nicht in der vollen geplanten Ausprägung der geforderten Organisationsstruktur.

Im Krieg gegen Frankreich 1870/71 wurde erstmals der Einsatz von Feldeisenbahnabteilungen, in der von 1866 geforderten Form, durch- geführt; obwohl bereits eine friedensmäßige Aufstellung von komplett militärischen Eisenbahntruppen gefordert war, wurde diese wegen des Kriegsausbruchs vorerst zurückgestellt.

Am 19. Mai 1871 erging der Befehl zur Aufstellung eines Eisenbahn- Bataillons in einer Stärke von 500 Mann in der Garnison Berlin. Aufgestellt wurde das Bataillon am 1. Oktober 1871 in der Invaliden- straße beim Gardepionierbataillon mit 4 Kompanien in folgender Stärke: 18 Offiziere, 75 Unteroffiziere und 408 Mannschaften. Die Uniformierung wurde wie bei den Gardepionieren ausgeführt, jedoch mit einem "E" als Schulterklappenauflage.

Am 01. Jannuar 1872 wurde eine 5. Kompanie als Versuchseinheit in Schöneberg hinzugefügt und im gleichen Jahr begann man mit den Planungen und dem Bau einer Militärübungsbahn (Berlin-Jüterbog), der späteren Königlichen Militär Eisenbahn (K.M.E.).

Im April wurde das Bataillon zu einem Regiment mit zwei Bataillonen und 8 Kompanien erweitert.

1887 wurde die Luftschifferabteilung beim Eisenbahnregiment geführt, bis zur Verselbstständigung im Jahre 1901.

Am 01. April 1890 wurde aus dem bisherigen Eisenbahn-Regiment eine Eisenbahn-Brigade mit Generalmajor Knappe als Brigadekommanduer. Das Eisenbahnregiment Nummer 1 wurde in dieser Zeit von Oberst Schill geführt. In der Brigade kam es zur Umgliederung in zwei Regimenter, dem Eisenbahn-Regiment Nr. 1 und dem Eisenbahn-Regi- ment Nr. 2.

Im Sommer 1893 zog das Eisenbahn-Regiment Nr. 1 in die neuen Unterkünfte in Schöneberg und die Dienstzeit bei der Eisenbahntruppe wurde auf 2 Jahre verlängert.

Am 01. Oktober 1899 wurde das Eisenbahn-Regiment Nr. 1 der neuge- gründeten Inspektion der Verkehrstruppen unterstellt.

Bis zum Kriegsausbruch 1914 erfuhr die Eisenbahn-Brigade einen enormen Zuwachs, sodass vor dem Krieg neben den beiden Eisenbahn- Regimentern Nr. 1 und Nr. 4, sowie der K.M.E. in der ersten Brigade eine zweite Brigade mit den Eisenbahn-Regimentern Nr. 2 und Nr. 3 in Hanau aufgestellt wurden.

Im Jahre 1911 wurde die Uniformierung geändert und die Schulter- klappen, wie bei allen Verkehrstruppen in hellgrau ausgeführt mit roter Beschriftung, wo hingen sie bis dahin rot mit gelber Beschriftung waren. Anstatt der römischen wurde ab 1911 eine arabische Ziffer verwendet.

Auch bis zum Ausbruch des Krieges wurde das Regiment stark frequentiert, neben militärische Übungen und dem Einsatz bei zivilen Bauprojekten gab es auch einige Auslandseinsätze: Das Eisenbahn- Regiment Nr. 1 war z.B. in Afrika und auch beim Expeditionskorps im Jahre 1900 in China beteiligt.

Im Ersten Weltkrieg nahm das Eisenbahnregiment an den Feldzügen in Russland, Rumänien und Frankreich teil.
die offizielle Demobilisierung erfolgte am 31. Mai 1919 und laut dem Vertrag von Versailles, gemäß Bestimmungen vom 28. Juni 1919, war es dem Deutschen Reich verboten Eisenbahntruppen zu unterhalten. Die Wehrmacht stellte dann später wieder Eisenbahn-Pioniere auf. Nach dem II. Weltkrieg gab es nur geringe Versuche den Eisenbahnpionierdienst in die Bundeswehr wieder zu integrieren. Die NVA besass hingegen Eisenbahnpioniereinheiten. Heute gibt es keine Eisenbahnpioniere mehr in den deutschen Streitkräften.

Oberleutnant i.TR. Heinen
 
Parade auf dem Tempelhofer Feld
 
Heeresfeldbahnübung 2009
 
 
 
 
 
 
 
"Hoch lebe unser Regiment das neben seinen Waffen auch Axt und Spaten kennt!"
 
 
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Offizier-Verein der Deutschen Armeekorps 1914 e.V.
© Christian Gollmar
2009